Next Door

next_doorOT: Naboer
Land: Dänemark, Norwegen, Schweden
Jahr: 2005
FSK: keine Jugendfreigabe
Regie:Pål Sletaune
Darsteller: Kristoffer Joner (John), Cecilie A. Mosli (Anne), Julia Schacht (Kim), Anna Bache-Wiig (Ingrid), Michael Nyqvist (Åke), Magne Kipperrud, Øystein Martinsen (Peter), Odd Arno Midtsjø
Laufzeit:
ca. 72 min.



Inhalt:

Kurz nachdem John´s Freundin Ingrid mit ihm Schluss gemacht hat, kommt sie ein letztes Mal um ihre Sachen abzuholen. Unterm Fenster wartet ihr neuer Freund und schiebt Wache, denn John ist scheinbar während der Beziehung nicht gerade zimperlich mit Ingrid umgegangen, was die Narben von Verbrennungen an ihrem Unterarm bezeugen. John ist immer noch nicht über die Trennung hinweg, kann Ingrid aber nicht überzeugen bei ihm zu bleiben, im Gegenteil, sie verhöhnt ihn noch weil er immer nur kommen konnte, wenn sie ihm schmutzige Geschichten erzählte oder Gewaltphantasien aufbaute etc.

Und wäre der Trennungsschmerz nicht schlimm genug, wird John auch noch von Anne angesprochen. Es ist seine Nachbarin, die er zum ersten Mal trifft. Eigenartig, dass er nie Geräusche aus der Wohnung nebenan gehört hat (und auch jetzt nicht hört), obwohl Anne dort mit ihrer Freundin Kim wohnt. Auf jeden Fall soll John für die beiden einen schweren Schrank verrücken. Der Schrank soll eigenartigerweise vor die Tür, wodurch sich John aber selbst einsperren würde und was ist dran an der Geschichte, dass Kim vergewaltigt wurde? dabei scheint sie kein bisschen verstört, im Gegenteil, schamlos macht sie sich an John ran und ihre sexuellen Neigungen scheinen auch etwas eigenartig zu sein… und dann ist da noch ein Mann der durch die Wohnung der beiden schleicht aber warum wissen die beiden nichts davon?
Bald weiß John (und auch der Zuschauer) nicht mehr, was Traum und was Realität ist und wer denn nun die größte Macke hat….


Eindrücke:

Alles schön und gut, ich mag mysteriöse Psycho-Thriller und das Ganze fängt auch wirklich gut an. Nur leider verliert der Film recht schnell an Potential, da er irgendwie zu durchschaubar ist. Man ahnt schnell worauf das ganze hinaus läuft, es gibt kaum wirklich neue Ideen (und wenn dann sind diese eben zu vorhersehbar). Wirklich schade, denn von der ganzen Atmosphäre und von den Darstellern hätte man da wirklich mehr rausholen können. Das Ambiente ist schön heruntergekommen alles düster, irgendwie schmuddelig, die Wohnung von ihm im Vergleich zu der der Mädels und wie dann plötzlich alles zu verfließen scheint, die Wohnung auf einmal scheinbar riesig groß ist, die Gänge immer enger werden, auf einmal Personen auftauchen wo sie gar nicht sein sollten, dazu die scheinbar kranken Neigungen von Kim und ihrer Schwester und das Ganze noch wirklich Überzeugend gespielt, sowohl Johns Wahn als auch die Rolle der Mädels als Verführerinnen.

Wer meint der Film wäre jetzt vielleicht besonders krass weil er keine Jugendfreigabe erhalten hat, dem kann ich auch schon mal sagen, dass es lediglich eine Szene gibt, in der John ziemlich heftigen Sex mit Kim hat, d. h. vom Sex sieht man nicht viel aber sie prügeln sich dabei dass das Blut nur so spritzt bis sie beide total verschmiert sind aber das ist wirklich das einzig wirklich krasse, dazu vielleicht die Geschichte von Kim wie sie die drei Monteure die vor der Türe standen gleichzeitig nehmen ist vielleicht nicht ganz Jugendfrei aber bleibt gänzlich der eigenen Phantasie überlassen sich das auszumalen. Na ja und das Ende ist schon recht krank aber eben wie gesagt zu vorhersehbar – leider. Hatte mir mehr erhofft und man hätte sicher auch mehr rausholen können und trotz einer relativ kurzen Laufzeit von nur etwas über 70 Minuten kommt es zu einigen Längen, da die Story einfach nicht mehr hergibt. Die Auflösung bietet kaum mehr überraschendes, dennoch kann man sich den Film ruhig mal geben auch wenn er nicht wirklich viel Neues bietet ist er doch ganz unterhaltsam und vielleicht nicht das was man täglich im Fernsehen zu sehen bekommt. Wer allerdings etwas Außerordentliches erwartet sollte sich lieber etwas anderes suchen.



Bewertung:



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